VPG- Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde
Das ist die Königsdisziplin im Hundesport. Vielen noch bekannt als
Schutzhundeausbildung (SchH). Oft wird diese Sportart, aus Unwissenheit der Menschen, verkannt oder fälschlicher
Weise als scharf machen eines Hundes betitelt.
Niemals wird ein Hund auf einen Menschen
gehetzt!
Der Hund sieht den Schutzarm des Helfers als Spielzeug an, wie einen
Ball. Spiel- und Beutetrieb werden gefördert und gleichzeitig in ein gewünschtes Verhalten gelenkt. Absolute
Disziplin und Charakterstärke des Hundes sind hier Grundvoraussetzungen. Der Hund muss in dieser Sportart seinem
Hundeführer bedingungsloses Vertrauen und Gehorsam entgegen bringen. Besteht diese nicht, ist ein Ausführen dieser
Sportart nicht möglich. Die Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde ist in drei Stufen (VPG I, II und III)
aufgeteilt. Jede der drei Stufen besteht aus drei Abteilungen.
Abteilung A: Fährte
Die Fährte ist 400-800 Schritt (je nach Stufe) lang, und es werden 3 Gegenstände in unterschiedlichen Abständen
darauf platziert. Die Gebrauchsgegenstände sind die gleichen wie bei der FH (s.
Fährtenarbeit!) und sind vom Hund zu verweisen. Die Fährte in der Stufe
eins wird im Gegensatz zu allen anderen Fährten vom Hundeführer selbst gelegt. Die Fährte sollte nicht länger als
60 Minuten liegen. Um eine Platzierung zu erlangen und eine Qualifikation, muss eine Mindestpunktzahl erreicht
werden.
Abteilung B: Unterordnung Der Hundführer
läuft wie bei der Begleithundeprüfung (BH) mit seinem Hund einen vorgeschrieben Ablauf. Diese Übung ist in
Freifolge zu bewältigen. Dazu kommen dann noch die Stehübung und das Bringen eines Bringholzes auf ebener Erde über
eine ein Meter hohe Hürde und der Schrägwand. Auch das Vorraussenden mit dem Kommando "Platz" ist ein Bestandteil
der Unterordnung.
Abteilung C: Schutzdienst Ziel ist
es, einen Scheintäter, auch Helfer genannt, zu stellen. Der Hund will hier nur Beute machen (den Schutzarm
erbeuten). Der Hund muss aus jeder Lage und im Trieb bereit sein, auf die Kommandos seines Hundeführers zu hören
und Befehle auszuüben. Der Hund soll den Helfer aufspüren, verbellen und bewachen. Ohne den Helfer zu belästigen,
soll der Hund immer bereit sein, Fluchtversuche des Helfers zu vereiteln. Auch Bedrohungen und Abwehr mit einem
Stock soll den Hund nicht beeindrucken. Nichtbefolgen der Befehle führt hier zum Abbruch der Prüfung.
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